Vergabe Und Vertragsrecht 2016 Die

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Misty Schuster

Vergabe Und Vertragsrecht 2016 Die

Wichtigsten Vo

Vergabe und Vertragsrecht 2016: Die wichtigsten VO im Überblick

vergabe und vertragsrecht 2016 die wichtigsten vo sind zentrale Bestandteile des

öffentlichen Beschaffungswesens in Deutschland und prägen maßgeblich, wie öffentliche

Aufträge vergeben und Verträge gestaltet werden. Gerade im Jahr 2016 gab es

wesentliche Änderungen und Neuerungen, die das Vergabeverfahren transparenter, fairer

und effizienter gestalten sollten. Wer sich mit dem Thema auseinandersetzt, sollte die

wichtigsten Verordnungen (VO) und gesetzlichen Grundlagen kennen, um rechtssicher

und erfolgreich im öffentlichen Beschaffungsmarkt agieren zu können.

In diesem Artikel werfen wir einen detaillierten Blick auf die bedeutendsten Verordnungen

und Regelungen im Vergabe- und Vertragsrecht aus dem Jahr 2016, erläutern ihre

Hintergründe und geben praxisnahe Tipps für die Anwendung. Dabei werden auch

zentrale Begriffe und weiterführende Konzepte erläutert, die beim Verständnis der

komplexen Materie helfen.

Grundlagen des Vergabe- und Vertragsrechts 2016

Das Vergaberecht regelt, wie öffentliche Aufträge vergeben werden, um Wettbewerb,

Transparenz und Gleichbehandlung zu gewährleisten. Im Jahr 2016 gab es bedeutende

Anpassungen, die sich vor allem an den EU-Richtlinien orientierten und durch nationale

Verordnungen umgesetzt wurden. Hierbei spielen verschiedene Verordnungen eine Rolle,

die das Prozedere und die Bedingungen klar definieren.

Was versteht man unter „VO“ im Vergaberecht?

VO steht für „Verordnung“ und bezeichnet eine Rechtsnorm, die von einer zuständigen

Behörde erlassen wird. Im Kontext des Vergabe- und Vertragsrechts 2016 beziehen sich

die wichtigsten VO auf die rechtlichen Rahmenbedingungen, die die Vergabe öffentlicher

Aufträge regeln. Diese Verordnungen konkretisieren oft die gesetzlichen Vorgaben und

schaffen verbindliche Regelungen für die Praxis.

Die wichtigsten Verordnungen im Vergabe- und Vertragsrecht

Im Jahr 2016 waren vor allem drei Verordnungen von besonderer Bedeutung für das

Vergabe- und Vertragsrecht in Deutschland:

1. Vergabeverordnung (VgV)

Die VgV ist die zentrale Verordnung, die das Verfahren zur Vergabe von öffentlichen

Aufträgen überhalb der EU-Schwellenwerte regelt. Sie implementiert die EU-

Vergaberichtlinien und legt fest, wie öffentliche Auftraggeber ihre Ausschreibungen

gestalten müssen. Die VgV schreibt Transparenz, Wettbewerbsförderung und

Gleichbehandlung der Bieter vor.

Ein wichtiger Aspekt der VgV 2016 ist die Einführung elektronischer Verfahren, die den

Prozess der Angebotsabgabe und Kommunikation zwischen Auftraggeber und Bietern

digitalisiert. Dies sorgt für mehr Effizienz und Nachvollziehbarkeit.

2. Sektorenverordnung (SektVO)

Die SektVO regelt die Vergabe öffentlicher Aufträge in Sektoren wie Wasser-, Energie- und

Verkehrsversorgung sowie Postdienstleistungen. Diese Bereiche unterliegen besonderen

Regeln, da sie oft monopolartig strukturiert sind und besondere wirtschaftliche Bedeutung

haben.

Die SektVO aus dem Jahr 2016 orientiert sich ebenfalls stark an den EU-Richtlinien und

sorgt für einen fairen Wettbewerb auch in diesen sensiblen Bereichen. Sie definiert

Schwellenwerte und Vergabeverfahren, die speziell auf die Sektoren zugeschnitten sind.

3. Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge im Bereich

Verteidigung und Sicherheit (VSVgV)

Die VSVgV regelt die Vergabe von Aufträgen, die besondere Sicherheitsinteressen

berühren, zum Beispiel im Verteidigungssektor. Diese Verordnung stellt sicher, dass trotz

der strengen Anforderungen an Vertraulichkeit und Sicherheit die Prinzipien von

Wettbewerb und Transparenz gewahrt bleiben.

Im Jahr 2016 wurde diese VO aktualisiert, um den Schutz kritischer Infrastrukturen und

sensibler Informationen zu verstärken, ohne den Wettbewerb unnötig zu beschränken.

Wichtige Neuerungen und Änderungen 2016

Das Jahr 2016 brachte im Vergabe- und Vertragsrecht mehrere Neuerungen mit sich, die

insbesondere durch die Umsetzung der EU-Vergaberichtlinien 2014/24/EU und 2014/25/EU

motiviert waren. Die wichtigsten Änderungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Elektronische Vergabe (e-Vergabe)

Die verpflichtende Einführung elektronischer Vergabeverfahren war eine der zentralen

Neuerungen. Öffentliche Auftraggeber mussten ab 2016 elektronische Mittel für die

Kommunikation und Angebotsabgabe nutzen. Dies führte zu mehr Transparenz,

schnelleren Abläufen und einer besseren Dokumentation.

Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialkriterien

Eine

weitere

wichtige

Änderung

betrifft

die

stärkere

Einbindung

von

Nachhaltigkeitsaspekten in die Vergabeentscheidung. Im Sinne von „Green Public

Procurement“ können ökologische und soziale Kriterien als Zuschlagskriterien

berücksichtigt werden, was zu einer nachhaltigen Beschaffung beiträgt.

Erleichterungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

2016 wurde auch versucht, die Teilnahme von KMU am öffentlichen Beschaffungsmarkt zu

erleichtern. Durch vereinfachte Nachweispflichten und die Möglichkeit der Losvergabe

sollten kleinere Unternehmen bessere Chancen erhalten, öffentliche Aufträge zu

gewinnen.

Praxis-Tipps für die Anwendung der Vergabeverordnungen 2016

Wer sich im Bereich der öffentlichen Auftragsvergabe bewegt, sollte die wichtigsten VO

und deren praktische Auswirkungen gut kennen. Hier einige Tipps, wie man die

Regelungen optimal nutzt:

Frühzeitige Planung: Die Vergabeverfahren sind komplex und zeitintensiv. Eine

1.

frühzeitige Vorbereitung, vor allem im Hinblick auf die Dokumentation und

elektronische Kommunikation, spart Zeit und vermeidet Fehler.

Verständnis der Schwellenwerte: Je nach Höhe des Auftragswerts gelten

2.

unterschiedliche Verfahrensarten. Ein klares Verständnis der Schwellenwerte aus

VgV, SektVO und VSVgV ist entscheidend.

Einsatz elektronischer Plattformen: Die Nutzung von e-Vergabeportalen ist

3.

nicht nur Pflicht, sondern erleichtert auch die Nachvollziehbarkeit und das

Management der Angebote.

Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil: Die Einbindung von Umwelt- und

4.

Sozialkriterien kann nicht nur gesetzliche Anforderungen erfüllen, sondern auch das

Image und die Qualität des Beschaffungsprozesses verbessern.

Beratung einholen: Gerade bei komplexen Vergaben oder sicherheitsrelevanten

5.

Aufträgen ist eine rechtliche Beratung sinnvoll, um Fehler und Rechtsstreitigkeiten

zu vermeiden.

Vertragsrechtliche Aspekte im Vergabeverfahren 2016

Neben der Vergabe selbst ist auch das Vertragsrecht ein wichtiger Bestandteil im

öffentlichen Beschaffungswesen. Der Abschluss, die Durchführung und die Änderung von

Verträgen unterliegen klaren Regeln, die 2016 ebenfalls präzisiert wurden.

Vertragsgestaltung nach der Vergabe

Im Anschluss an das Vergabeverfahren wird der Vertrag mit dem erfolgreichen Bieter

geschlossen. Die Vertragsbedingungen müssen den gesetzlichen Vorgaben entsprechen

und insbesondere die Vertragslaufzeit, Leistungsumfang, Preise sowie Haftungsfragen klar

regeln.

Dabei ist es wichtig, dass die Vertragsinhalte mit dem in der Ausschreibung

beschriebenen Leistungsumfang übereinstimmen, um Rechtsunsicherheiten zu

vermeiden.

Änderungen und Nachträge im Vertrag

Im Laufe der Vertragsdurchführung können Änderungen notwendig werden. Die

Vergabeverordnungen 2016 enthalten klare Regelungen dazu, wann und wie Nachträge

zulässig sind, ohne dass ein neues Vergabeverfahren erforderlich wird. Hierbei spielen

insbesondere die Grenzen der Vertragswertsteigerung und die Prüfung der Notwendigkeit

eine Rolle.

Rechte und Pflichten der Vertragsparteien

Das Vertragsrecht legt fest, welche Rechte und Pflichten sowohl der Auftraggeber als auch

der Auftragnehmer haben. Dazu gehören Fristen, Abnahmeregelungen,

Qualitätsanforderungen und Sanktionen bei Vertragsverletzungen. Eine klare vertragliche

Regelung unterstützt eine reibungslose Zusammenarbeit und minimiert Konflikte.

Ausblick: Die Entwicklung des Vergabe- und Vertragsrechts nach

Obwohl der Fokus hier auf den wichtigsten VO aus dem Jahr 2016 liegt, lohnt sich ein

kurzer Blick auf die weitere Entwicklung. Das Vergaberecht wird kontinuierlich an neue

Herausforderungen angepasst, beispielsweise im Bereich Digitalisierung, Nachhaltigkeit

und Innovation.

Seit 2016 sind weitere Anpassungen erfolgt, die die elektronische Vergabe weiter

ausgebaut und die Berücksichtigung von sozialen Kriterien verstärkt haben. Zudem

gewinnt die Compliance immer mehr an Bedeutung, um Korruption und Missbrauch im

Beschaffungswesen zu verhindern.

Wer sich mit dem vergabe- und vertragsrechtlichen Umfeld beschäftigt, sollte daher stets

auf dem Laufenden bleiben und die Entwicklungen aufmerksam verfolgen.

Die vergabe und vertragsrecht 2016 die wichtigsten vo bilden somit die Grundlage für ein

modernes, transparentes und rechtssicheres Beschaffungswesen in Deutschland. Die

Kenntnis dieser Verordnungen und deren praktische Anwendung sind essenziell für

Auftraggeber und Bieter gleichermaßen, um den öffentlichen Beschaffungsmarkt

erfolgreich zu navigieren.

Question

Answer

Was versteht man unter

'Vergabe und

Vertragsrecht 2016' in

Deutschland?

Das Vergabe- und Vertragsrecht 2016 umfasst die

gesetzlichen Regelungen und Vorschriften, die die Vergabe

öffentlicher Aufträge und die Vertragsabwicklung im

öffentlichen Bereich in Deutschland regeln. Es basiert auf der

Umsetzung der EU-Vergaberichtlinien und dient dazu,

Transparenz, Wettbewerbsfähigkeit und Gleichbehandlung

sicherzustellen.

Welche Bedeutung

haben die wichtigsten

Verordnungen (VO) im

Vergaberecht 2016?

Die wichtigsten Verordnungen im Vergaberecht 2016

konkretisieren die gesetzlichen Vorgaben und bieten

Rahmenbedingungen für die Durchführung von

Vergabeverfahren. Dazu gehören beispielsweise die

Vergabeverordnung (VgV), die Sektorenverordnung (SektVO)

und die Unterschwellenvergabeordnung (UVgO), die jeweils

spezifische Anwendungsbereiche und Anforderungen

definieren.

Wie haben sich die

Vergabe- und

Vertragsregeln mit der

Reform 2016 verändert?

Die Reform 2016 hat insbesondere die Vereinfachung und

Digitalisierung der Vergabeverfahren vorangetrieben, den

Schwellenwertbereich präziser geregelt und neue

Instrumente wie den elektronischen Angebotsabgabe

eingeführt. Ziel war es, die Effizienz zu steigern und

gleichzeitig den fairen Wettbewerb zu fördern.

Welche Rolle spielt die

VOB (Vergabe- und

Vertragsordnung für

Bauleistungen) im

Vertragsrecht 2016?

Die VOB ist ein zentrales Regelwerk für die Vergabe und

Abwicklung von Bauleistungen und ergänzt das allgemeine

Vergaberecht. Sie enthält technische und rechtliche

Vorschriften, die insbesondere die Durchführung von

Bauaufträgen regeln und wird oft in öffentlichen

Bauverträgen angewendet.

Was sind die wichtigsten

Anforderungen an

Auftraggeber laut

Vergabe- und

Vertragsrecht 2016?

Auftraggeber müssen bei der Vergabe öffentliche Aufträge

die Grundsätze von Transparenz, Gleichbehandlung und

Wettbewerbsneutralität beachten. Sie sind verpflichtet, die

Vergabeverfahren ordnungsgemäß durchzuführen,

insbesondere die Einhaltung der gesetzlichen Schwellenwerte

und die fristgerechte Bekanntmachung der Aufträge

sicherzustellen.

**Vergabe und Vertragsrecht 2016: Die wichtigsten VO im Überblick**

vergabe und vertragsrecht 2016 die wichtigsten vo bilden den Kern einer

umfassenden Reform, die das öffentliche Beschaffungswesen und die Vertragsgestaltung

in Deutschland und der EU grundlegend beeinflusst hat. Diese Verordnungen sind

maßgeblich für die Transparenz, Effizienz und Rechtsklarheit bei der Vergabe öffentlicher

Aufträge sowie bei der Ausgestaltung von Verträgen im öffentlichen Sektor. Angesichts

der Komplexität und der weitreichenden Auswirkungen dieser Rechtsvorschriften ist eine

eingehende Analyse der zentralen Verordnungen von 2016 unerlässlich, um die aktuellen

Rahmenbedingungen und deren praktische Bedeutung zu verstehen.

Grundlagen der Vergabe- und Vertragsrechtsreform 2016

Im Jahr 2016 wurden auf europäischer und nationaler Ebene bedeutende

Ordnungsrahmen für die Vergabe öffentlicher Aufträge geschaffen. Ziel war es, die

bisherigen Regelungen zu modernisieren, den Binnenmarkt zu stärken und insbesondere

kleine und mittlere Unternehmen (KMU) besser zu integrieren. Die wichtigsten

Verordnungen (VO) aus diesem Jahr setzten neue Maßstäbe in puncto Transparenz und

Rechtssicherheit.

Die sogenannten Vergabeverordnungen umfassen neben der Vergabeverordnung selbst

auch diverse Durchführungsbestimmungen, die sowohl die Verfahrensabläufe als auch die

Vertragsmodalitäten

detailliert

regeln.

Dabei

stehen

sowohl

die

Effizienz

der

Vergabeprozesse als auch der Schutz vor Korruption und Wettbewerbsverzerrung im

Fokus.

Die EU-Vergaberichtlinien und deren Umsetzung

Eine zentrale Rolle bei der Neuausrichtung im Vergaberecht spielten die EU-

Vergaberichtlinien, die bis 2016 in deutsches Recht überführt wurden. Diese Richtlinien,

insbesondere die Richtlinie 2014/24/EU über die öffentliche Auftragsvergabe, haben

zahlreiche Vorgaben präzisiert und teilweise neu eingeführt, wie etwa:

Die Einführung von Verhandlungsverfahren mit vorheriger Bekanntmachung

1.

Die stärkere Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialaspekten bei der Vergabe

2.

Die Vereinfachung der Teilnahmebedingungen für Anbieter, um den Zugang von

3.

KMU zu erleichtern

Die Umsetzung dieser EU-Vorgaben erfolgte durch Anpassungen im nationalen

Vergaberecht, wie dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) und der

Vergabeverordnung (VgV). Diese Reformen trugen dazu bei, den europäischen

Binnenmarkt für öffentliche Aufträge zu harmonisieren und gleichzeitig nationale

Besonderheiten zu berücksichtigen.

Die wichtigsten Verordnungen im Überblick

Im Rahmen der Reform des Vergabe- und Vertragsrechts 2016 sind mehrere

Verordnungen von besonderer Bedeutung. Im Folgenden werden die zentralen Rechtsakte

vorgestellt und hinsichtlich ihrer inhaltlichen Schwerpunkte analysiert.

1. Die Vergabeverordnung (VgV) 2016

Die VgV regelt das Verfahren zur Vergabe von öffentlichen Aufträgen oberhalb bestimmter

Schwellenwerte, die europaweit harmonisiert sind. Sie umfasst detaillierte Vorschriften zur

Bekanntmachung, Teilnahmewettbewerb, Wertungskriterien und zur Zuschlagserteilung.

Besonders hervorzuheben sind folgende Merkmale:

Transparenzgebot:

Verpflichtung

zur

Veröffentlichung

aller

relevanten

1.

Verfahrensschritte

Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien: Umweltfreundlichkeit und soziale

2.

Verantwortung gewinnen an Bedeutung

Flexiblere Verhandlungsverfahren: Einführung neuer Verfahrensarten zur besseren

3.

Berücksichtigung von Innovationspotenzial

Die VgV bildet die Grundlage für die meisten öffentlichen Beschaffungen in Deutschland

und stellt sicher, dass Vergaben rechtskonform, wirtschaftlich und nachvollziehbar

durchgeführt werden.

2. Die Sektorenverordnung (SektVO) 2016

Die Sektorenverordnung richtet sich speziell an Vergaben in den Bereichen Wasser,

Energie, Verkehr und Postdienste. Aufgrund der besonderen wirtschaftlichen Strukturen in

diesen Sektoren gelten hier abweichende Schwellenwerte und Verfahrensregeln.

Wesentliche Kennzeichen der SektVO sind:

Anpassung der Vergaberegeln an die spezifischen Branchenbedingungen

1.

Erhöhte Anforderungen an die Transparenz bei komplexen Infrastrukturprojekten

2.

Berücksichtigung sektorenspezifischer Besonderheiten, z.B. bei der Vertragslaufzeit

3.

und den Leistungsanforderungen

Die SektVO trägt dazu bei, die Balance zwischen Wettbewerbsförderung und

wirtschaftlicher Effizienz in kritischen Infrastrukturbereichen sicherzustellen.

3. Die Konzessionsvergabeverordnung (KonzVgV) 2016

Die Konzessionsvergabeverordnung regelt die Vergabe von Konzessionen, also

langfristigen Rechten zur Nutzung öffentlicher Infrastruktur oder zur Erbringung

öffentlicher Dienstleistungen. Hierbei handelt es sich häufig um komplexe Vertragswerke,

die erhebliche Investitionen und Risiken für die Auftragnehmer beinhalten.

Wichtigste Aspekte der KonzVgV sind:

Definition

der

Konzessionsvergabe

und

Abgrenzung

zu

klassischen

1.

Vergabeverfahren

Vorgaben zur Bekanntmachung und Transparenz der Vergabe

2.

Regelungen zur Bewertung von Angeboten unter Berücksichtigung von Risiko- und

3.

Investitionscharakter

Die KonzVgV schafft damit einen klaren Rechtsrahmen für öffentliche-private

Partnerschaften und andere Kooperationsformen, die in Infrastrukturprojekten vermehrt

zum Einsatz kommen.

Vertragsrechtliche Neuerungen und ihre Praxisrelevanz

Neben der reinen Vergabeverordnung haben sich 2016 auch vertragliche Regelungen

verändert, die bei der Umsetzung öffentlicher Aufträge eine wichtige Rolle spielen. Diese

betreffen

insbesondere

die

Vertragsgestaltung,

Haftungsfragen

und

Änderungsmanagement.

Vertragsmanagement und Haftungsregelungen

Die Vergaberechtsreform hat das Bewusstsein für klar definierte vertragliche

Rahmenbedingungen gestärkt. Insbesondere der Umgang mit Nachträgen,

Leistungsänderungen und Haftungsfragen wurde präzisiert. Dies ist entscheidend, um

Konflikte zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern zu minimieren und eine effiziente

Projektabwicklung zu gewährleisten.

Unter anderem wurden folgende Punkte hervorgehoben:

Verpflichtung zur Dokumentation aller Vertragsänderungen

1.

Regelungen zu Vertragsstrafen und Schadensersatz bei Nichterfüllung

2.

Stärkere Einbindung von Compliance-Anforderungen und ethischen Standards

3.

Diese Neuerungen unterstützen eine professionelle Vertragsführung und erhöhen die

Rechtssicherheit für alle Beteiligten.

Förderung von Innovation und Nachhaltigkeit durch Vertragsgestaltung

Ein wesentliches Anliegen der Vergaberechtsreform 2016 war die stärkere Förderung von

Innovationen und nachhaltigen Lösungen in öffentlichen Aufträgen. Vertragsrechtliche

Instrumente wurden entsprechend angepasst, um Anreize für umweltfreundliche und

sozialverträgliche Leistungen zu schaffen.

Beispielhaft sind hier folgende Mechanismen zu nennen:

Einbindung von Innovationsklauseln, die Flexibilität für neue Technologien

1.

ermöglichen

Vertragsbedingungen,

die

ökologische

Kriterien

wie

Energieeffizienz

oder

2.

Ressourcenschonung verankern

Förderung sozialer Aspekte wie faire Arbeitsbedingungen und Inklusion

3.

Die Integration dieser Kriterien in Vertragswerke zeigt den ganzheitlichen Ansatz der

Reform und ihre Anpassung an aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen.

Auswirkungen und Herausforderungen in der Praxis

Die Einführung der vergabe und vertragsrecht 2016 die wichtigsten vo hat den

öffentlichen Beschaffungsmarkt nachhaltig geprägt. Die neuen Regelungen führten zu

einer stärkeren Harmonisierung, erhöhten Transparenzanforderungen und verbesserten

Wettbewerbsbedingungen. Gleichzeitig entstanden aber auch Herausforderungen, die in

der Praxis bewältigt werden müssen.

Vorteile der Reform

Rechtsklarheit: Einheitliche Regeln erleichtern die Anwendung und reduzieren

1.

Rechtsstreitigkeiten.

Wettbewerbsförderung:

Besonders

KMU

profitieren

von

vereinfachten

2.

Teilnahmebedingungen.

Nachhaltigkeit: Integration ökologischer und sozialer Kriterien verbessert die

3.

gesellschaftliche Akzeptanz.

Herausforderungen und Kritikpunkte

Komplexität: Die Vielzahl an Regelungen und Verordnungen erfordert qualifizierte

1.

Vergabestellen.

Verfahrensdauer: Die umfangreichen Dokumentationspflichten können zu

2.

längeren Vergabeprozessen führen.

Umsetzung in der Praxis: Insbesondere kleinere Verwaltungen haben

3.

Schwierigkeiten, die neuen Anforderungen vollständig umzusetzen.

Diese Aspekte erfordern weiterhin eine kontinuierliche Fortbildung und Anpassung der

internen Prozesse bei öffentlichen Auftraggebern.

Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Vergabe- und

Vertragsrecht

Die vergabe und vertragsrecht 2016 die wichtigsten vo bilden eine solide Basis, doch die

Dynamik im öffentlichen Beschaffungswesen verlangt eine stetige Weiterentwicklung.

Digitale Vergabeplattformen, die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeitszielen und

die Integration neuer Technologien werden das Rechtsfeld weiterhin prägen.

Zukünftige Reformen werden voraussichtlich stärker auf die Digitalisierung und

Automatisierung von Vergabeprozessen setzen, um Effizienz und Transparenz weiter zu

steigern. Gleichzeitig bleibt die Balance zwischen bürokratischer Belastung und der

Förderung von Wettbewerb ein zentrales Thema.

Insgesamt zeigt die Analyse der wichtigsten Verordnungen von 2016, wie umfassend und

vielschichtig das Vergabe- und Vertragsrecht gestaltet ist. Für Praktiker und Juristen ist es

unerlässlich, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen, um den Anforderungen des

modernen öffentlichen Beschaffungswesens gerecht zu werden.

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